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Montag, 15.08.2022
Potsdam-Tour

Als uns die stickige Großstadtluft auf die Atemwege geschlagen ist, entschieden wir uns die Weiten des S-Bahn-Netzes auszunutzen und einen Trip in die Landeshauptstadt Brandenburgs und in die Preußische Residenzstadt zu wagen. Unter dem Gesichtspunkt, dass es dort viel Kultur aus ganzer Welt zu besichtigen gibt und dass sich eine Rundfahrt bzw. ein Rundgang durch die Straßen, Gärten etc. bestens für einen Kulturtag im Semester eignete, nahm unser lieber Fuchsmajor iaCB Kleinert sich der Planung an und stellte ein passendes Programm für diesen kaiserlich sonnigen Augustsonntag zusammen.
Auf den Spuren der ganzen Friedriche, Wilhelme und Friedrich Wilhelme und noch anderen prägenden Charakteren für Potsdam und Preußen bewegten wir uns mit Fahrrädern durch die Stadt, denn schließlich soll ja keiner sagen können „Corpsstudenten seien nicht sportlich.“ Unser erster Halt war das Stadtschloss samt der Nikolaikirche und das gegenüberliegende Fortuna Portal, welches durch eine großzügige Millionenspende von Günther Jauch wieder aufgebaut wurde. Wir waren bereits da fasziniert von der Schönheit der klassizistischen Kunst und wünschten uns insgeheim, dass nicht auch manche Teile Berlins nach diesem Vorbild rekonstruiert worden wären. Weitere traumhafte Anblicke erwarteten uns bei einer Weiterfahrt in Richtung des Holländischen Viertels, dass auf Grund der Reiselust und Kulturfaszination des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I erbaut wurde. In einer dieser pittoresken Gebäude residiert auch ein wohllöbliches Corps Masovia Königsberg zu Potsdam, dem wir einen kurzen Besuch abgestattet hatten. Die Begeisterung der Gastgeber hat sich allerdings in Grenzen gehalten, als diese sahen, dass bereits um halb 11 Uhr morgens sechs Corpsstudenten und ein Externer vor deren Tür standen und „auf ein Gemütliches“ reinkommen wollten. Wir nehmen stark an, dass sich die zwei Männer nochmal hingelegt haben, nachdem wir weg waren. Wir allerdings schwingten uns gestärkt durch den Besuch wieder auf unsere zwei Räder und radelten durch die russische Kolonie Alexandrowka zu dem Schloss Cecilienhof, welches durch die Potsdamer Konferenz bekannt wurde. Den Abschluss des kulturellen Inputs des ersten Tagesteils bildete die Fahrt zur Glienickerbrücke, welche bekannt ist für Agentenaustausche zwischen Ost und West während des Kalten Krieges. Oft uns nur bekannt aus diversen Hollywoodfilmen und dennoch ein Stück Geschichte, das sich direkt vor unserer Tür abspielte. Für viele von uns im Grunde unvorstellbar.

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